Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zur Menschenrechtssituation in den Ländern des südostasiatischen Festlandes. Aber da die besten Informationen nichts nutzen, wenn sie nicht in praktische Hilfe umgesetzt werden, haben Sie von dieser Seite aus auch Zugriff auf die aktuellen Aktionen amnesty internationals zu dieser Region, namentlich zu den:
- längerfristigen Aktionen des Regionalen Aktionsnetzes
- urgent actions (kurzfristigen Aktionen) und den
- "Briefen gegen das Vergessen" zu Gefangenen dieser Länder
Und vielleicht bekommen Sie ja sogar Lust, regelmäßig bei amnesty international mitzuarbeiten. Wir sind eigentlich ständig auf der Suche nach engagierten Mitarbeitern, die ihre speziellen Fähigkeiten in die Gruppenarbeit einfließen lassen.

- © Amnesty International
Kambodscha: Frauen gegen Zwangsräumung - Aktion zum 8. März 2012
25. Januar 2012 - Zum 8. März veranstalten die Länderkogruppe Kambodscha und die Themenkogruppe „Menschenrechtsverletzungen an Frauen“ die gemeinsame Aktion: „Frauen gegen Zwangsräumung“. Mit dieser Aktion möchte Amnesty International erreichen, dass die kambodschanische Regierung die Praxis der rechtswidrigen Zwangsräumungen beendet und Verantwortliche zur Rechenschaft zieht. Es sollen Richtlinien erstellt werden, die es Frauen ermöglichen, gleichberechtigt an allen Gesprächen und Entscheidungen über Kompensationen, Umsiedlung und/oder andere Formen der Unterstützung teilzuhaben. Zudem muss die Regierung darauf achten, dass Umsiedlungsgebiete die Kriterien für angemessene Unterkünfte nach internationalem Recht erfüllen, insbesondere müssen die speziellen Bedürfnisse von Frauen beachtet werden.
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Myanmar: Freilassung politischer Gefangener
13. Januar 2012 - Amnesty International begrüßte heute die Freilassung von mindestens 130 politischen Gefangenen in Myanmar als wichtigen, aber nicht ausreichenden Schritt. Für eine wirkliche Verbesserung der Menschenrechtslage müssten vielmehr alle politischen Gefangenen des Landes freigelassen und die Unterdrückung der ethnischen Minderheiten beendet werden.
Unter den Freigelassenen sind auch die bekannten Dissidenten Htay Kywe, U Khun Htun Oo, Min Ko Naing und U Gambira. Htay Kywe und U Gambira waren Anführer der sogenannten "Safran-Revolution", den Protesten gegen die Regierung im August und September 2007. Der buddhistische Mönch U Gambira wurde im Gefängnis gefoltert und erkrankte an Malaria. Amnesty International war zuletzt sehr besorgt um ihn gewesen, da ihm trotz seines schlechten Gesundheitszustands eine ärztliche Behandlung verweigert worden war. U Khun Htun Oo ist der Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie der Shan, der größten nationalen Minderheit Myanmars. Min Ko Naing ist ein Anführer der Dissidentengruppe "88 Generation Students Group".
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Kambodscha: Nach Zwangsräumung inhaftiert
11. Januar 2012 - Am 11. Januar 2012 wurden 24 Frauen und sechs Kinder während einer friedlichen Protestveranstaltung in Borei Keila, einem Stadtteil der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh, festgenommen. Sie befinden sich derzeit ohne rechtliche Grundlage in Haft und sind von Misshandlung bedroht.
Die 30 Frauen und Kinder hatten in Phnom Penh gemeinsamen mit anderen Personen friedlich gegen die Inhaftierung von rund acht Menschen protestiert, die am 3. Januar 2012 im Zuge einer Zwangsräumung in Borei Keila festgenommen worden waren. Nach ihrer Festnahme wurden die Frauen und Kinder in die Sozialeinrichtung von Prey Speu gebracht, die von den Behörden genutzt wird, um dort auf der Straße aufgegriffene obdachlose Menschen, Drogenabhängige und SexarbeiterInnen willkürlich in Gewahrsam zu halten. Im Bereich der Menschenrechte tätige NGOs haben in der Vergangenheit berichtet, dass in der Sozialeinrichtung inhaftierte Personen Übergriffen wie etwa Vergewaltigungen und der Androhung von Gewalt ausgesetzt sind. Auch zu Tötungsdelikten soll es in der Einrichtung gekommen sein. MenschenrechtsbeobachterInnen haben die 30 Frauen und Kinder bislang nicht besuchen dürfen.
Amnesty International hat wegen dieses Falls eine Urgent Action gestartet. Lesen Sie mehr darüber hier.
Vietnam: Truong Quoc Huy aus dem Gefängnis entlassen!
21.12.2011 Heute erhielten wir die Bestätigung der Nachricht, dass Truong Quoc Huy, gewaltloser politischer Gefangener und von AI als "Individual at Risk" eingestuft, acht Monate vor offiziellem Haftende aus dem Gefängnis entlassen wurde. Offiziell lief seine Strafe bis August 2012. Er befindet sich nun für drei Jahre in Hausarrest. Derzeit liegen noch keine Infos über die Gründe für seine frühzeitige Entlassung vor. Wir hoffen aber, bald Näheres zu erfahren.
Es könnte Sinn machen, den vietnamesischen Minister für öffentliche Sicherheit und Außenminister in Briefen, Faxen und Mails zur Entlassung Truongs zu danken und gleichzeitig nach den Konditionen des Hausarrests zu fragen. Truong Quoc Huy sollte das Recht zugestanden werden, sein Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit auszuüben, ohne gleich in Gefahr zu geraten, inhaftiert zu werden oder anderen Sanktionen zu unterliegen.
Mehr über die Vita Truong Quoc Huys lesen Sie hier.
Thailand: 20 Jahre Haft für 4 SMS
23. November 2011 - 20 Jahre Haft für das Senden von vier SMS, die als beleidigend gegenüber der Königin von Thailand gewertet wurden, sind ein Rückschlag für das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Amphon Tangnoppaku, 61, wurde am 23. November 2011 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, offenbar auf Grundlage des Majestätsbeleidigungsgesetzes und des Computerkriminalitätsgesetzes. Amphon wird vorgeworfen, 2010 vier Kurzmitteilungen an einen Berater des Premierministers verschickt zu haben. Berichten zufolge bestreitet er nach wie vor die Vorwürfe mit der Begründung, er wisse nicht einmal, wie man eine SMS versende und würde auch den Empfänger der Nachrichten nicht kennen. Nach dem Majestätsbeleidigungsgesetz ist es sogar verboten, den Wortlaut der vermeintlichen Beleidigungen wiederzugeben.
Lesen Sie mehr darüber hier.
Vietnam: Falun Gong Gläubige während Meditationsprotesten inhaftiert
9. November 2011 - Das aggressive Vorgehen gegen und die Inhaftierung von mindestens 30 gewaltfreien Falun Gong Demonstranten gestern vor der chinesischen Botschaft in Hanoi ist eine nicht hinzunehmende Verletztung der Meinungsfreiheit, lässt Amnesty International heute verlauten.
Die Demonstranten protestierten wegen dem Verfahren und die Misshandlung zweier Rundfunksprecher der Falun Gong, Vu Duc Trung und Le Van Than, die in der Radiostation der Bewegung, The Sound of Hope, arbeiteten. Das Verfahren gegen die beiden soll am Donnerstag stattfinden.
"Die Repressionen gegen die beiden Aktivisten der Falun Gong durch die vietnamesischen Behörden ist eine Verletzung ihres Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit", sagt Donna Guest, Amnesty Internationals stellvertretende Direktorin für den Bereich Asien und Pazifik.
Lesen Sie zu diesem Fall auch die englischsprachige Presseerklärung Amnesty Internationals sowie die Hintergrundstory.
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